RoboCup Junior Rescue FAQs

Wo finde ich FAQs zu allgemeinen Fragen zur Veranstaltung?

In diesen FAQs sind nur die speziellen Fragen aufgeführt, die für diese Liga gelten. Bitte auch die Punkte berücksichtigen, die unter den allgemeinen RoboCup Junior FAQs aufgelistet sind.

Dürfen kommerzielle Line-Reader Produkte eingesetzt werden?

Kommerzielle Sensoren zur Linienverfolgung mit integrierter Auswerte-Software/Regelungstechnik dürfen gemäß den Regeln nicht verwendet werden. Sie sind ebenso auf der Weltmeisterschaft verboten worden.

Sollte ein Team nur den Sensorteil eines Line Readers einsetzen, muss es sich darauf einstellen, dass bei einer Inspektion im Detail die eigene Software erklärt werden muss. Wenn Zweifel an der Eigenleistung bestehen, kann das Team disqualifiziert werden. Es besteht für das Team zudem die Gefahr, dass der Roboter im Fall einer Qualifikation bei der WM durch eine schärfere Regelauslegung disqualifiziert wird.

Wir empfehlen grundsätzlich den Verzicht auf den Einsatz von fertigen Line Reader Sensoren. Bitte den folgenden Foreneintrag berücksichtigen (http://rcjcommunity.org/comment/83#comment-83), in dem ein Sensor offiziell erlaubt wird, nicht aber die vorgefertigte Auswertesoftware.

Muss die obere Ebene der Rescue Maze Arena über der unteren Ebene liegen?

Nein, die obere Ebene kann auch auf Stützen neben der unteren Ebene platziert werden. Die Sicht in das Labyrinth ist bei diesem Aufbau deutlich besser. Dieser Aufbau wird bei den Arenen in Magdeburg umgesetzt.

Gibt es einen Rand?

Es wird auf dem vorgeschlagenen Pfad einen Rand von 10 cm gewährleistet.

Rampe

Eine lange Rampenplatte zählt für 2 Kacheln.

Wie wird bei Rescue Line ein Abschnitt bewertet, der zweimal passiert wird?

Wird ein Abschnitt zweimal in unterschiedlicher Richtung durchfahren, so wird dieser Abschnitt doppelt gewertet. Somit zählen ebenfalls die Punkte für Lücken, Kreuzungen, Bumper-Tiles und Hindernisse mehrfach.

Spielbeginn

Der Start der Wertungsläufe erfolgt pünktlich zur angekündigten Startzeit. Teams sollen möglichst 5 Minuten vor dem Start an der Arena sein. Fragen stellen ist außerhalb der 8 Minuten des Laufes möglich. Die Droptile-Pucks dürfen ebenfalls vor dem Start der Zeit gelegt werden. Kalibrieren und andere Vorbereitungen sind nur während der 8 Minuten möglich.

Sollte ein Team zur Startzeit unabgemeldet nicht da sein, wird die Zeit des Laufes gestartet. Bei verspätetem Eintreffen des Teams verbleibt ihm die Restzeit zur Durchführung des Laufes. Wenn sich das Team nicht abmeldet und während der Zeit den Lauf nicht durchführt, wird der Lauf mit 0 Punkten gewertet. Eine Abmeldung erfolgt spätestens zur Startzeit an der Arena oder beim Organisationsteam.

Sobald die Uhr gestartet wurde, darf der Roboter den Wettbewerbsbereich nicht mehr verlassen. Die Droptiles dürfen, nachdem die Uhr gestartet wurde, noch gelegt werden, bevor der Roboter kalibriert wird und der eigentliche Lauf startet. Eine spätere Änderung der Droptile-Pucks ist nicht zugelassen.

Droptiles

Droptiles können vor Start der Zeit durch den Teamkapitän bestimmt werden. Sie werden durch die Droptile-Pucks markiert.

Zwischen den Droptiles müssen mindestens 3 Kacheln Abstand liegen.

Droptile-Pucks dürfen nicht auf Kacheln mit Sonderpunkten (Lücken, Hindernisse, Kreuzungen, Bumper-Tiles) gelegt werden.

Droptile-Pucks dürfen auf Rampen gelegt werden.

Ein Abschnitt gilt als erfolgreich bestanden, wenn ein Roboter vollständig auf der markierten Droptile steht.

Droptiles gelten nur für das erste Befahren der Kachel. Bei einem erneuten Befahren (in einer anderen Richtung) gilt dies nicht als neuer Abschnitt, somit auch nicht als neuer Rücksetzpunkt und wird ebenfalls nicht mit weiteren Punkten bewertet.

Bei Kacheln, die mehr als eine Linie haben (bspw. zwei parallele Linien), gilt ebenfalls das erste Befahren der Kachel. Der Roboter muss dann auf der Linie wieder eingesetzt werden, auf der er die Kachel zuerst erreicht hat.
Die Einfahrt der Evakuationszone gilt nicht als Ende eines Abschnittes. Es gibt also keine Punkte für Abschnitt zwischen der letzten Droptile und der Evakuationszone (Punkte für Bumper-Tiles, Kreuzungen, Hindernisse, Lücken gibt es natürlich). Ebenfalls muss der Roboter bei einem LoP in der Evakuationszone auf die letzte Droptile zurückgesetzt werden.

Bewertung von Bumper-Tiles, Hindernisse, Kreuzungen und Lücken

Punkte für Bumper-Tiles, Hindernisse, Kreuzungen und Lücken werden auch dann gegeben, wenn der Abschnitt nicht geschafft wird. Einmal erreichte Punkte bleiben bestehen.

Die Punkte für das Hindernis werden gegeben, wenn der Roboter das Hindernis erfolgreich umfährt und die Linie spätestens auf der nächsten Kachel nach dem Hindernis wiederfindet. Zum Umfahren gehört in der Regel, dass der Roboter die Linie verlassen hat. Ein schlichtes Wegschieben des Hindernisses gilt nicht als umfahren. Ein weggeschobenes Hindernis wird für den Rest des Laufes an Ort und Stelle belassen, auch wenn es den Pfad und weiteres Vorrankommen blockieren sollte.

Bumper geben Punkte, je Kachel auf der sie befestigt sind.

Diese Punkte gibt es je Richtung maximal einmal.

Kreuzungen

Kreuzungskacheln gelten als erfolgreich überquert, wenn der Roboter dem vorgeschlagenen Pfad gefolgt ist. Kreuzungskacheln geben nur einmal Punkte, auch wenn mehrere Kreuzungen auf Kachel sind. Sie geben auch nur dann Punkte, wenn an allen Abzweigen vom Befahren bis zum Verlassen der Kachel im ersten Versuch dem vorgeschlagenen Pfad gefolgt wurde. Punkte für Hindernisse, Lücken und Bumper-Tiles gibt es auch, wenn an einer Kreuzung falsch abgebogen wird (jedoch nur einmal pro Richtung)

Torbogen

Torbögen werden nicht auf dem Parcours befestigt. Sollte ein Roboter einen Torbogen beim Versuch ihn zu durchfahren umwerfen, wird dies als LoP gewertet. Der Roboter wird auf der letzten Droptile zurückgesetzt und der Torbogen an der ursprünglichen Stelle wieder aufgestellt.

Torbögen die beim Vorbeifahren umgeworfen werden, werden wieder aufgestellt, haben aber keinen weiteren Einfluss auf den Lauf.

Lücken und Hindernisse vor Kreuzungen und Abzweigungen

Es wird keine Lücke und kein Hindernis direkt vor einer Kreuzung, Abzweigung oder dem Evakuationsraum sein.

Umbau des Roboters

Falls der Roboter im großen Stil umgebaut wurde, d.h. der Roboter nicht mehr als der zum Team gehörige zu erkennen ist, so ist dies dem Organisationsteam mitzuteilen.

Technische Schwierigkeiten

Bei größeren technischen Schwierigkeiten mit dem Roboter, sollte sich das Team schnellstmöglich bei den Rescue-Verantwortlichen melden. Wir behalten uns vor, nur in besonderen Situationen einem Team einen Tausch mit einem anderen Team zu ermöglichen.

Was passiert bei technischen Schwierigkeiten direkt beim Start?

Sollte der Roboter direkt beim Start des Laufs Störungen aufweisen (Fährt nicht los/dreht sich nur im Kreis/blinkt nur), wird dem Team die Möglichkeit eines Neustarts gegeben, sofern der Roboter sich noch auf der ersten Kachel befindet. Die Zeit läuft weiter.

Eingriffe (Roboter aufnehmen, Knöpfe drücken,…)

Vor jedem Lauf wählt das Team einen Kapitän aus, dem es gestattet ist, auf Anweisung des Schiedsrichters den Roboter umzusetzen. Hierbei ist den Anweisungen des Schiedsrichters Folge zu leisten. Bei wiederholter Missachtung wird die Runde abgebrochen und mit 0 Punkten bewertet.

Wichtig: Seit der RoboCup German Open 2015 gibt es neue Regeln bzgl. dem Aus – und Einschalten des Roboters. Es wird unterschieden zwischen Start und Neustart.

Beim Start darf
- Der Roboter eingeschaltet werden
- Eine automatische Kalibrierung vorgenommen werden
- Der Roboter manuell kalibriert werden

Bei einem Neustart nach einem LOP darf
- Der Roboter aus- und eingeschaltet werden und das vorherige Programm neu gestartet werden
- Eine automatische Kalibrierung vorgenommen werden
- Die Werte dürfen NICHT mehr neu ausgelesen werden (KEINE manuelle Kalibrierung erlaubt)
- KEIN anderes Programm geladen werden

Ein Verstoß gegen diese Festlegungen führt zum sofortigen Abbruch des Laufes und einer Bewertung von 0 Punkten.

Die Zeit wird weder beim Ein- und Ausschalten noch beim Kalibrieren gestoppt. Fallen Teile vom Roboter ab, dann bleiben diese bis zum Ende des Laufs liegen.

Da die Arenen keine äußere Begrenzung mehr haben darf der Roboter bei einem drohenden Verlassen der Arena „gerettet“ werden. Ein solcher Eingriff wird als LOP behandelt. Das gleiche gilt für drohende Stürze von erhöhten Kacheln.

Hinweis: Hierbei ist ein Griff hilfreich
Bei einer Rettung abgefallene Teile, dürfen nicht wieder befestigt werden.

Wie agiert der Schiedsrichter, wenn ein Roboter die Kontrolle verliert und beschädigt werden könnte?

Schiedsrichter sind NICHT für die Sicherheit der Roboter verantwortlich. Diese sollten so gebaut sein, dass sie sich selbst keine Schäden beim Fahren auf der Arena zufügen (gegen Bande fahren / Rampe runterrutschen / etc.). Nach Rücksprache und Erlaubnis des Schiedsrichters darf der Teamkapitän eingreifen und den Roboter vor einer Beschädigung schützen.

Taktisches Eingreifen

Es ist nicht erlaubt einen taktischen „Lack of Progress“ auszurufen (Vgl 3.5.4.). Diese Regel tritt nur in Kraft wenn der Roboter sich offensichtlich selbst oder die Arena beschädigt. Das taktische Überspringen eines Abschnittes ist nicht erlaubt.

Wann gilt ein Abschnitt als geschafft?

Ein Abschnitt gilt als geschafft, wenn der Roboter selbständig der Linie durch den Abschnitt gefolgt ist und vollständig auf der nächsten Droptile steht. Bei „fehlendem Fortschritt“ (Lack of Progress [Regel 3.5]) wird der Roboter angehoben und auf die letzte Droptile oder auf die Startkachel gesetzt, wo er einen neuen Versuch starten kann. Ein Abschnitt darf frühestens nach drei Versuchen übersprungen werden. Es können aber auch weitere Versuche unternommen werden um Punkte für das Bewältigen von Lücken, Bumper-Tiles, Kreuzungen und Hindernissen zu erhalten.

Wie wird der Evakuationsraum bewertet, wenn dort Hindernisse stehen?

Wenn das Hindernis NICHT auf einer Linie oder in einer Lücke steht, wird es NICHT mit Bonuspunkten bewertet, sondern dient lediglich als Erschwerung beim Durchsuchen des Raumes.

Evakuierungspunkt

Um Regel 2.1.3 und 3.4.3 gewissenhafter befolgen zu können und jedem Team die gleiche Chance zu geben, wird - wie in 3.8 nachzulesen – nach dem Start des Laufes die Position der Evakuierungspunktes ausgewürfelt. Auch bei einem LOP wird nach dem Neueinsetzen des Roboters die Ecke neu ausgewürfelt. Der Evakuierungspunkt kann in alle vier Ecken des Raumes gelegt werden.

Opfer und Opferrettung

Die Opferkugeln können hier bestellt werden (5cm). Die Kugeln können allerdings in geringem Maße im Gewicht abweichen.

Opfer die den Boden außerhalb der Evakuationszone berühren gelten als verloren und werden nicht wieder ins Spiel gebracht. Das heißt, wenn ein Roboter ein Opfer aus der Evakuationszone schiebt, ist es verloren. Die Arenen werden eine kleine Stufe oder einen Keil haben, sodass selbstständiges hinausrollen nicht möglich ist.

Opfer die bei einem LoP in Kontakt mit dem Roboter stehen, werden zurückgesetzt/in die Arena zurückgeworfen. Dazu zählen auch Opfer die sich bereits auf/in dem Evakuationspunkt befinden, sofern sie den Roboter berühren.

Wenn alle Opfer im Evakuierungspunkt sind und der Roboter keinen Kontakt mehr zu einem Opfer hat oder wenn die Zeit abgelaufen ist, werden alle Opfer im Evakuationspunkt gezählt. Es zählen nur die regelkonform geretteten Opfer (komplett im Evakuationspunkt und kein Teil des Roboters berührt das Opfer).

Wie darf ein Abschnitt wiederholt werden?

Ein Abschnitt darf nur wiederholt werden, wenn er noch nicht übersprungen oder erfolgreich abschlossen wurde.
Wie werden Platten mit zwei Lücken bewertet?

Auch wenn der Roboter die Linie zwischen den beiden Lücken nicht wiederfindet, sondern erst auf der darauf folgenden Platte, werden dennoch beide Lücken gewertet.

Unterschrift und Laufauswertung

Mit der Unterschrift erkennt der Teamkapitän alle auf dem Schiedsrichterzettel aufgeführten erfolgreich absolvierte Abschnitte, Lücken, Hindernisse, Kreuzungen, Bumper-Tiles und gerettete Opfer an. Dabei gelten ausschließlich die zusammenaddierten Zahlen und die Kreuze in den jeweiligen Abschnitten. Ein späteres „Nachverhandeln“ ist nur möglich wenn ein entsprechender Kommentar auf dem Schiedsrichterzettel hinterlassen wurde.

Offene Technische Bewertung

Eine offene technische Bewertung (Regel 4) wird nicht durchgeführt.



Stand 08.02.2016, Änderungen vorbehalten!